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Artikel im Stadtanzeiger vom 04.12.2007 - Adventskonzert am 2. Dezember 2007 -Erftstadt-Friesheim - Zum ersten Adventssonntag hatte sich das Sinfonieorchester Bergheim in der Pfarrkirche St. Martin eingefunden, um gemeinsam mit dem 1848 gegründeten St.-Cäcilia-Kirchenchor Friesheim die weihnachtliche Vorfreude musikalisch zum Ausdruck zu bringen. Mit der Kantate "Schwingt freudig euch empor", BWV 36 von Johann Sebastian Bach, begann das Konzert, und es sollte noch eine Weile dauern, bis die gut gefüllte Kirche vollends von Feierlichkeit und Adventsstimmung erfüllt wurde. Im eröffnenden Choral der Bach-Kantate agierte der Chor noch zu uneinheitlich. Die Gratwanderung zwischen dem kraftvollen Gesamtklang, in dem alle Stimmen zu hören sind, man aber keine einzelnen heraushören sollte, gelang hier noch nicht. Im folgenden Duett boten Sopranistin Leonora del Rio und Altistin Alexandra Thomas im Wechsel mit der sehr lieblichen Oboe d'amore nuancenreichen Klang, der sich auch in den übrigen zahlreichen Solo-Partien mit Tenor Markus Platzbecker und Bass Thomas Bonni fortsetzte. Auch der Chor fand im Choral "Zwingt die Saiten der Cythara" endültig zu sich. Der kurze und kraftvolle Choral-Schluss der Kantate beendete eine letztlich gelungene Darbietung, die man ruhig mit Applaus hätte belohnen können, doch das Publikum zierte sich und ließ die Musiker im Stillen zurück - ein etwas eigenartiger Moment. Das Hauptwerk an diesem Abend, die Messe in D-Dur op. 86 von Antonin Dvorák, gehört sicherlich zu den herausragenden Werken innerhalb des kirchenmusikalischen Schaffens des Komponisten. Das ursprünglich für kleinen und großen Chor und Orgel komponierte Werk arbeitete Dvorák später selbst um in eine Fassung für Chor und Orchester, in der vier Gesangs-Solisten die Rolle des kleinen Chores übernehmen. In dieser orchestrierten Version, die auch an diesem Abend zu hören war, hat sich die Messe im Konzertleben etabliert. Dem Chor und dem Orchester unter der energischen Leitung von Donatus Haus gelang es jetzt, den hymnischen Tonfall dieser teilweise auch folkloristischen Musik genau zu treffen. In das umfangreiche und teilweise schroffe Credo fügten sich die vier Solisten mit gestenreichem und markantem Ensemblegesang ein. Im folgenden Sanctus konnte der Chor seine ganze dynamische Bandbreite vom leisesten Pianissimo bis zum feierlichen Fortissimo voll ausschöpfen. Am Ende jedoch verklang die Musik in äußerster Stille und beendete einen feierlichen ersten Advent.
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